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Sicher im Auto unterwegs

Der normale (Dreipunkt) Gurt für Erwachsene reicht nicht!

Die Gurte sind für Ihr Kinder zu hoch angebracht. Sie verlaufen meist nah oder direkt am Hals und im oberen Bereich des Unterleibs. Außerdem liegt das harte Gurtschloss auf dem Beckenknochen. So ein falsch sitzender Gurt kann Ihr Kind bei einem Unfall schwer verletzen oder sogar strangulieren.

Was für einen Autositz sollte ich kaufen?

Damit Kindersitze in Deutschland zugelassen werden können, müssen sie ein ECE-Normzeichen verfügen. Zudem müssen Marke, Modell, Prüfnorm und die Gewichtsklasse verzeichnet sein.

Achten Sie auf das Prüfsiegel mit Norm 44/04. Modelle mit der Norm ECE R 44/01 und 44/02 dürfen Sie nicht mehr verwenden.  Die Norm ECE R 44/03 ist veraltet und bietet nicht die neuesten Sicherheitsstandards. Beim Kauf von gebrauchten Kindersitzen sollten Sie darauf achten, sonst kann ein Bußgeld in Höhe von 30 Euro drohen.

i-Size 

Um die  Sicherheit immer weiter zu erhöhen, gibt es seit 2013 die i-Size Regelung. Sie gilt nur für Isofix Kindersitze. Die Regelung sorgt dafür, dass die häufigen Einbaufehler reduziert werden. Hier die Änderungen im Überblick:

  • Kinder müssen bis 15 Monate rückwärts gerichtet transportiert werden. 
  • Die Kindersitze müssen über einen Seitenaufprallschutz verfügen.
  • Bei der Entscheidung für einen passenden Kindersitz sind Alter und Körpergröße entscheidend, nicht mehr das Gewicht des Kindes.
  • Die Norm ECE R 44 bleibt aktuell zur i-Size-Regelung bestehen. So können Sie Ihren alten Kindersitz weiterhin nutzen.

Das sollten Sie unbedingt beachten:

  • Der Kindersitz muss fest mit dem Auto verbunden sein, das beste System hierfür ist das ISOFIX System. Wird der Kindersitz mit dem herkömmlichen Autogurt gesichert, dann drücken Sie den Kindersitz tief ins Polster und schnallen Sie ihn dann mit dem Sicherheitsgurt an. Danach zur Sicherheit noch einmal kräftig festziehen.
  • Der sicherste Platz für ihr Kind ist auf der Rückbank hinter dem Beifahrer. So können Sie während der Fahrt über den Rückspiegel nach Ihrem Baby schauen. Zudem können Sie so Ihr Kind vom sicheren Gehweg aus ein- und aussteigen lassen.
  • Wollen Sie Ihr Baby trotzdem auf dem Beifahrersitz mitnehmen, dann schalten Sie unbedingt den Airbag aus. Airbags können Ihr Kind bei einem Unfall schwer verletzen oder sogar töten. 
  • Achten Sie darauf, dass der Gurt nicht verdreht ist. Verdrehte Gurtbänder behindern das schnelle Einrasten des Gurtstoppers. Im schlimmsten Fall kann sich der Kindersitz bei einem Unfall sogar aus dem Gurt herausdrehen und verliert so seine Schutzwirkung.
  • Die Gurte des Kindersitzes, mit denen das Kind angeschnallt wird, müssen fest am Körper anliegen und dürfen auch nicht verdreht sein. Mehr als eine flache Hand sollte nicht zwischen Gurt und Kind passen. Ziehen Sie Ihrem Kind deshalb im Winter besser dicke Winterjacken aus und decken es mit einer Decke zu.

Tipps zum  Kauf:

  • Die Klasse des Sitzes entspricht dem Gewicht Ihres Kindes: Klasse 0+ (< 13kg), Klasse I (9 bis 18kg), Klasse II (15 bis 25kg), Klasse III (22 bis 36kg).

Es geht los bei den Babyschalen für Kinder bis etwa dreizehn Kilogramm, die entgegen der Fahrtrichtung angebracht werden müssen. Dann kommt die kombinierte Babyschale/-sitz für Kleinkinder bis 18 Kilogramm - auch noch entgegen der Fahrtrichtung. In der nächsten Gruppe geht es um Autositze von neun bis 18 Kilogramm. Hier können die Kinder bereits in Fahrtrichtung sitzen, müssen es aber nicht. Ab 15 Kilo gibt es auch die so genannten mitwachsenden Sitze. Sie sind bis zu 36 Kilo einsetzbar und höhenverstellbar.

  • Achten sie auf die ECE-Plakette mit der gültigen Norm ECE R 44/03 oder 44/04.
  • Es gibt Multifunktionssitze, die auch in den Kinderwagen passen.
  • Ein Kindersitz wird stark belastet  und muss deshalb strapazierbar sein und einen abnehmbaren und waschbaren Bezug haben.
  • Der Sitz sollte atmungsaktiv und hautfreundlich sein. Bei längeren Autofahrten ist dies wichtig, damit Ihr Kind nicht zu stark schwitzt und sich wohl fühlt.
  • Der Autositz sollte eine höhenverstellbare Kopfstütze haben.
  • Die Kindersitze sollten möglichst leicht sein, um sie schnell und einfach in verschiedene Autos ein- und ausbauen zu können. 
  • Der Sitz sollte leicht eingestellt werden können.
  • WICHTIG: Lesen Sie die Gebrauchsanweisung!